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Pfarrbrief 02/2020

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Lektorenplan Idar und Busplan Idar

Geistliche Impulse:  Gedanken zur Karwoche

Liebe Schwestern und Brüder,

Sie alle wissen, dass wir in diesen Tagen und Wochen keine Gottesdienste oder Messen feiern können.

Das betrifft sowohl die evangelischen Gemeinden, wie auch die katholischen. Und gerade in der Karwoche, die mit dem Palmsonntag, dem Einzug Jesu in Jerusalem, beginnt und am Karfreitag, dem Tag der Kreuzigung Jesu, ihren Höhepunkt findet, ist der Verzicht auf die Gemeinschaft, die wir in Liturgie, Wortverkündigung und Sakrament finden, besonders schwer.

Viele Menschen dürfen oder können nicht mehr arbeiten; und auch die Arbeit der Pfarrerinnen und Pfarrer, sowie der übrigen kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat sich sehr stark gewandelt. Es sind andere Formen, in denen wir den Menschen nahe zu sein versuchen. Ein Beispiel ist diese kleine Verkündigung, die zu jedem Sonntag unter anderem in den Schaukästen unserer Gemeinden aushängt.

Ein weiteres Beispiel wird die Beilage zum Osterfest sein, die von der Evangelischen Kirche im Rheinland in hoher Stückzahl an Gründonnerstag den überregionalen Tageszeitungen in ihrem Gebiet mitgegeben werden wird.

Verbunden sind wir auch beim Läuten der Glocken der katholischen und evangelischen Kirchen, die jeden Abend um 19.30 Uhr erklingen und zum Gebet, sowie zum Herausstellen einer entzündeten Kerze einladen. All das macht Mut, all das stärkt unsere Gemeinschaft…

In diesen Tagen ist mir in der Wochenzeitschrift ZEIT eine Reportage über den Weg gelaufen, die bei aller Traurigkeit doch auch Mut und Zuversicht schafft. Ein Arzt im Zentrum der Corona-Krise in Oberitalien schreibt, dass er bis vor wenigen Wochen Atheist war; er habe immer darüber gelächelt, dass seine Eltern zur Kirche gingen.

Dann berichtet er weiter von einem alten Priester, dem es nicht gut ging, der sich aber zu den Sterbenden setzte, ihnen die Hand hielt und mit Worten der Bibel und sicher auch mit eigenen Trost spendete. Am Ende ist der alte Pfarrer gestorben. Aber nun betet er, dieser Arzt. Er bittet den Herrn um genügend Kraft für seinen täglichen Dienst. Und er sagt, dass er froh ist, wieder zu Gott gekommen zu sein – in diesem Leid.

Wir gehen in die Karwoche hinein. Als Christinnen und Christen vertrauen wir darauf, dass Gott in Jesus Christus in die Welt gekommen ist, um uns Menschen gerade in Not und Tod nahe zu sein. Sein Leiden und sein Sterben zeigen uns: unser Gott ist kein Gott, der mit einem Fingerschnipsen alles zum Guten wendet, der auf irgendeinen Reset-Knopf drückt. Aber er ist auch kein ferner Gott, den unser Leiden nicht interessiert.

Er ist an unserer Seite – nicht nur in der Karwoche, nicht nur in Zeiten von Corona, sondern Tag für Tag.

Es grüßt Sie, Ihr Arndt Fastenrath, Pfr.