Pfarrwallfahrt 2011

„Mit Jesus auf dem Weg“

Pfarrwallfahrt der Pfarreiengemeinschaft Idar-Rhaunen-Bundenbach

Pfarrwallfahrt 2011Bei herrlichem Altweiberwetter machten wir uns am Sonntag, 25.09.2011 auf den Weg nach St. Barbara, um dort mit dem Morgenlob die Wallfahrt zu beginnen. Nach einem besinnlichen Einstieg in den Tag ging es weiter nach St. Peter und Paul. Hier trafen sich die Wallfahrerinnen und Wallfahrer aus den vier Pfarreien um 10.00 Uhr mit der Gottesdienstgemeinde zum gemeinsamen Hochamt. Pfarrwallfahrt 2011Bei einem leckeren Mittagessen im Pfarrsaal St. Peter und Paul war anschließend Gelegenheit zur Begegnung und einer ersten Kontaktaufnahme unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Um 13.00 Uhr machten sich dann alle auf den Weg nach Stipshausen zur Kirche St. Maternus. Nach einer kurzen Einführung durch Herrn Mosel über die Kirchengeschichte von Stipshausen, feierten wir gemeinsam einen Tauferneuerungsgottesdienst. Anschließend ging es weiter zur Kirche St. Martin in Rhaunen, wo uns eine gelungene Orgelmeditation des Organisten der Pfarrei St. Martin, Herrn Bükki, zu Gehör gebracht wurde. Zuvor gaben uns Pfarrer Kiefer und Frau Mix noch einige Erläuterungen zur letzten, sehr umfangreichen, Renovierung der Kirche. Im Anschluss ging es zum gemütlichen Plausch bei Kaffee und Kuchen ins Pfarrheim. Pfarrwallfahrt 2011Ein Teil der Gruppe setzte danach den Weg nach Bundenbach als Fußpilger fort, während alle anderen zuerst noch nach Oberkirn fuhren und in der Filialkirche St. Markus eine stimmungsvolle Taizé-Andacht feierten.
Zum Abschluss trafen sich alle Wallfahrerinnen und Wallfahrer mit den Gottesdienstbesuchern aus Bundenbach in der dortigen Kirche St. Nikolaus zu einer feierlichen Vesper, welche die Wallfahrt, sowie das Fest des Ewigen Gebetes in Bundenbach beendeten. Dank der guten Vorbereitung, sowohl der verschiedenen Gottesdienstformen, als auch der Beköstigung, war der Tag für Leib und Seele ein Genuss.

 

 

Sankt Nikolaus - Bundenbach

St. Nikolaus


Die heutige Pfarrkirche Sankt Nikolaus wurde 1907/08 erbaut. Der ersten Ausmalung 1922 folgte eine zweite im Jahre 1958. Nach dem Konzil wurde 1970 eine erste Neugestaltung des Chorraumes vorgenommen. Die letzte große Maßnahme die 1987 begonnene Außen- und Innenrenovierung fand mit dem Wiedereinzug in die Pfarrkirche am 19. Dezember 1993 ihren Abschluss. Kostbares Kleinod der Pfarrei sind die sogenannten "Schmidtburger Meßgewänder", eine Kasel und zwei Dalmatiken aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Als Besonderheiten kann man für Bundenbach die Prozession am 1. Mai und den Hagelfeiertag am Dienstag vor Christi Himmelfahrt mit Prozession bezeichnen (beide auf alte Gelübde zurückzuführen).

 

Muttergottes Kapelle
"Dickhecker Bildchen"

Kapelle der hl. Theresia
Straße nach Bollenbach

Kapelle der hl. Barbara
Bollenbacher Weg

Kapelle des hl. Josef
Friedhofsweg

Kapelle Muttergottes Kapelle Hl. Theresia Kapelle Hl. Barbara Kapelle Hl. Josef

 

Kath. Kirche St. Peter und Paul – Idar 


Die Pfarrgemeinde St. Peter und Paul in Idar ist eine relativ junge Gemeinde. Zwar gab es schon um das Jahr 700 eine erste Kirche in Idar, doch ab dem 17. Jahrhundert wurden die Katholiken in Idar von Oberstein betreut.
Erst im Jahr 1925 wurde in Idar wieder eine Holzkirche gebaut. Am 24. Juli 1948 entstand die alte Pfarrei zu den heiligen Aposteln Petrus und Paulus neu.

Wegen Einsturzgefahr wurde die damalige Holzkirche umgebaut und ein massiver Glockenturm von 16 Metern Höhe neben der Kirche errichtet. Am 7. Oktober 1951, wir feiern in diesem Jahr das 60‑jährige, wurde das neue Gotteshaus mit einem feierlichen Pontifikalamt durch Weihbischof Dr. Stein eingeweiht.

St. Peter und Paul
St. Peter und Paul
 Der Umbau der Holzkirche ging auf Initiative des sehr geschätzten ersten Pastors der Pfarrei St. Peter und Paul, Robert Schmitt, der leider mit 45 Jahren, 1956, an einer schweren Krankheit verstorben ist. Als Andenken steht sein Grabstein an unserer Kirche. Pastor Clemens Kiefer (seit 12.09.1999) ist der sechste Pfarrer unserer Gemeinde.
von Manfred Michel
 
Kurz nach einer umfangreichen Innenrenovierung im Jahr 2007, musste die Kirche, wegen Brandstiftung, erneut im Innenraum gestrichen und die Orgel renoviert werden. Die Brandstifter hatten im hinteren Teil der Kirche den Schriftenstand angezündet. Nur durch einen glücklichen Zufall wurde der Brand früh genug entdeckt und Schlimmeres verhindert.

 

Kath. Kirche St. Maternus – Stipshausen

St. MaternusIm Jahr 1954 wurde die heutige katholische Kirche erbaut. Sie ist, wie schon das Vorgängerkirchlein aus dem Jahre 1781, dem Heiligen Maternus geweiht, der nach der lokalen Überlieferung einer der ersten Trierer Bischöfe gewesen sein soll.
Die Stipshausener Kapelle ist eine Filialkirche der Pfarrkirche St. Martin zu Rhaunen. Vor 1781 nutzten katholische und evangelische Gläubige rund einhundert Jahre lang gemeinsam eine Kirche, zuletzt die 1779 fertiggestellte heutige evangelische Kirche.
Das Simultaneum wurde beendet, als zwei Jahre später die katholische Kirche auf evangelischem Pfarrland fertiggestellt war.

Eine kleine Anekdote
Die Kirche löste im Jahr 1954 eine kleine Kapelle ab, in der Fremde überaus gerne gesehen waren. Ging es doch aus unerfindlichen Gründen nach dem Öffnen der Kirchentür abrupt eine Stufe abwärts. Für die wissenden Einheimischen kein Problem, aber eine böse Überraschung für alle, die zum ersten Mal das Kirchlein betraten. So recht zur Freude der Jugendlichen! 
Hermann Mosel



Kath. Kirche St. Markus - Oberkirn 

St. MarkusDie katholische Kirche, welche im Jahre 1794 geweiht wurde, erhebt sich auf einem massiven Schieferhang mitten im Dorf.
Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war der Abbau von Dachschiefer in 21 Gruben rings umher die Haupterwerbsquelle der Ober-kirner.
Heute zeugen nur noch die zahlreichen Halden und mehrere Dutzend Stollenöffnungen am Talhang des Kyrbachs von dieser Vergangenheit.
Jenseits der schönen Kyrbachbrücke, die im Jahr 1878 von dem einheimischen Baumeister Philipp Klein ganz aus Schieferstein erbaut wurde, zeugt in einer Felsnische die Figur der »Heiligen Barbara« – Schutzpatronin der Bergleute – von traditioneller und bis heute tief verwurzelter Volksfrömmigkeit.

Auf der Hügelkuppe über Oberkirn steht am Rand der Straße nach Schwerbach ein großes Wegkreuz, dessen Inschrift das althergebrachte Gottvertrauen der Hunsrücker in gereimte Worte faßt:
»Denke dran, wenn Stürme toben, dass du nicht alleine bist. Einer hält die Hand erhoben, der der Herr der Stürme ist!«


Kath. Kirche St. Martin – Rhaunen 

St. Martin

 

Ortsbildbeherrschend liegt die kath. Kirche St. Martin an einer scharfen Kehre der Straße nach Sulzbach, oberhalb der Haupt-straße. 1887-88 aus unverputztem Bruchschiefer erbaute dreischiffige neugotische Hallenkirche mit starkem, vorangestelltem Westturm und schmalen Spitzbogenfenster am Langhaus. Nach der umfangreichen Renovierung der Kirche im Jahre 2002 wirkt das Innere, nach Entfernung der neugotischen Ausmalung, Altarausstattung und der Kanzel heute ziemlich nüchtern. Breites Mittelschiff mit Kreuzrippen-gewölbe über Rundpfeilern, schmale Seitenschiffe, der Chor mit Rippengewölbe über Wanddiensten. Orgelempore und Orgel aus der Erbauungszeit.

 

"Wandelkonzert" 

Der STUMM-Orgelverein  lädt am Sonntag, 23.10.2011 um 16.00 Uhr zu einem "Wandelkonzert" ein: Von der Johann Michael STUMM-Orgel (1723) in der evangelischen Kirche zur Gustav STUMM-Orgel (1893) in der katholischen Kirche. Die Orgel spielt Elisabeth Jost, Irina Busneag an der Violine und Tiberius Busneag am Violoncello. Der Eintritt ist frei.

St. Martin Orgel

Kath. Kirche St. Barbara – Idar-Oberstein

St. BarbaraDie Kirche St. Barbara wurde 1963/64 erbaut und der Schutzheiligen der Artillerie, der heiligen Barbara, geweiht.
Am 14. April 1974 wurde die Kirchengemeinde Idar-Oberstein St. Barbara aus Teilen der Pfarreien Oberstein und Idar errichtet und gleichzeitig zur Pfarrvikarie erhoben. 1989 erfolgte eine größere Außenrenovierung.
Aufgrund eines Beschlusses des Militärbischofes, wonach Militärpfarrer, wegen der möglichen Auslandsaufenthalte, keine Zivilgemeinden mehr übernehmen dürfen, wurde die Pfarrvikarie St. Barbara im Jahre 2002 zu einer Seelsorgeeinheit mit St Peter und Paul zusammengelegt.
2006 wurde das gesamte Pfarrzentrum gründlich renoviert und der Innenraum, besonders der Altarraum neu gestaltet. Der große, ursprünglich als „Hochaltar“ geplante, Altar wurde dreigeteilt. Aus einem der abgetrennten Teile entstand die Stehle für den Altar und aus dem zweiten der Ambo. Die Bruchkanten rechts und links am Altar und die Bruchkanten an Stehle und Ambo deuten so auf die Zusammengehörigkeit von Wort und Sakrament hin. Das Seitenschiff wurde durch eine Glaswand von der restlichen Kirche abgetrennt. Dort entstand eine schöne Werktagskapelle.

St. Barbara InnenDie Orgel – Eine kleine Anekdote über den Erbauer Pfarrer Bernhard Schwarz
Obwohl der Bischof von Trier in seiner Diözese das Aufstellen von elektronischen Orgeln verboten hatte, wurde ein solches Instrument vom damaligen Pfarrer Schwarz mit folgenden Begründungen angeschafft: Erstens - es kostet nur die Hälfte einer normalen Orgel und zweitens – es gibt kein Dogma, wonach Kirchenmusik nur durch Pfeifen erzeugt werden darf. Selbst die „Heilige Trierer Kirche kann dies nicht nachweisen. Auf eine entsprechende spätere Anfrage des Bischöflichen Bauamtes erklärte Bernhard Schwarz: „Vor 50 Jahren sei auch den geistlichen Herren das Radfahren verboten gewesen. Heute würden nur noch einige hohe Trierer Herren Radfahren.“ 
von Helmut Billert